Kanone im "Winterschlaf" (15.11.2025)
Ostern 2026 wieder "einsatzbereit"
Die Sorge ist unbegründet: Die Hooksieler Kanone ist nicht geklaut worden. Sie wurde auch nicht eingezogen, um die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr zu erhöhen. Um nicht Wind und Wetter ausgesetzt zu sein, wurde die Kanone ins "Winterlager" gebracht. Zu Ostern 2026 wird sie wieder am angestammten Platz "Stellung beziehen".
Der Seebadevereien hatte die Kanone im Juni 2024 unter großer Beteiligung der Hooksieler Bevölkerung nach mehrjähriger Sanierung wieder auf ihrem angestammten Platz auf dem Deich an der Viethstraße platziert. Zuvor war die Waffe im Rahmen aus dem Jahr 1849 nach den preußischen Originalplänen instandgesetzt und in Teilen nachgebaut worden.



Zurück an den Deich (30.06.2024)
29.06.2024
Nach über dreijähriger Sanierungszeit fand die historische Kanone in einem „Begüßungsfest“ am 29.06.2024 seinen neuen Platz auf den Hooksieler Deich.
Vom Parkplatz an der zentralen Bushaltestelle an der Friesenstraße wurde die Kanone mit Friesen-Pferden zum Alten Hafen gezogen und dann weiter zu ihrem Platz vor dem Hohen Stuhl, also direkt an der Einfahrt zum historischen Hafen an der Viethstraße, gebracht.
Im Anschluss fand auf Einladung des Seebadevereins ein Umtrunk mit kleinem Snack am Alten Hafen statt.
Die Sanierung der Kanone war ebenso wie der Festakt ihrer Neuaufstellung ein Gemeinschaftswerk. Als „Herr der Kanone“ stellte Abels seinen Stellvertreter Wolf Hegemann vor, der die Sanierung in den vergangenen drei Jahren koordiniert hat. Wieland Rosenboom hatte seine Schutztruppe mit schmucken Uniformen samt Pickelhauben der Freiwilligen Feuerwehr Minsen ausgestattet.





Restaurierung (20.06.2025)
Die Jahre zwischen 2021 und 2024
Im Jahr 1849 hatte der Oldenburgische Großherzog zwei Kanonen und ein größeres Truppenkontingent in Hooksiel stationiert, um den Sielort und den Hafen vor den Kaperfahrten der Dänen zu schützen. Eines dieser Geschütze war erhalten geblieben. Im Zuge der Deichversetzung entlang der Viethstraße musste das Geschütz abgebaut werden. Bei den Verladearbeiten wurden die Räder aber derart beschädigt, dass das Geschütz so nicht mehr aufzustellen war.
Daraufhin entschied der Seebadeverein-Hooksiel e.V. – dessen Aufgaben u.a. in der Erhaltung des Hooksieler Kulturguts besteht - die Kanone zu restaurieren. Die Arbeiten dauerten von ca. 2021 bis 2024. Es wurden alle maroden Bauteile ersetzt, was eine sehr gründliche und langwierige Überholung bedeutete.
Die Lafette, also der Teil, auf dem das Rohr befestigt ist, wurde aus abgelagerte Eichenholz neu erstellt, eine Spezialfirma aus Bayern kümmerte sich um die historische Nachbildung der Räder und eine weitere Spezialfirma um den richtigen Farbton für das Rohr. Die Eisenbeschläge und Nägel wurden Ende September 2023 in der Alten Schmiede in Alt-Marienhausen von Hand nach alter Schmiedekunst gefertigt.
Allen Beteiligten, sei es durch Geldspenden oder aber unermüdliche handwerkliche Unterstützung, ein ganz herzliches Dankeschön.



